Schutz von Neubauten

Die NÖ-Bauordnung 1996 sieht zwingend vor, dass …….Häuser gegen das Eindringen und Aufsteigen von Wasser im Boden (z.B. Bodenfeuchtigkeit, Grundwasser) abgedichtet sein müssen……... (Bautechnikverordnung § 3). Ähnliche Vorschriften hat es auch bereits in der Vorgängerbestimmung gegeben.

Der beste Schutz gegen Vernässung durch Grundwasser besteht darin, dass Baukörper außerhalb des potentiellen Grundwasserschwankungsbereichs errichtet werden. Dies impliziert u. U. auch den Verzicht auf die Errichtung einer Kelleretage.

Falls es wirklich notwendig sein sollte, ein Bauobjekt innerhalb des Grundwasserschwankungsbereichs zu errichten, so sind zur Planung und Ausführung ausschließlich erfahrene und verlässliche Fachleute heranzuziehen.

Als Grundtypen der Bauwerksabdichtung werden die "Schwarze Wanne" und die "Weiße Wanne" unterschieden. Die "Schwarze Wanne" ist eine Abdichtung bei der die betroffenen Gebäudebereiche durch Bitumen- oder Kunststoffbahnen allseitig dicht umschlossen werden. Diese Abdichtung wird im Regelfall als Außendichtung ausgeführt, d.h. die Dichtungsbahnen werden an der Gebäudeaußenseite angeordnet und damit in günstiger Weise gegen die Gebäudewand bzw. sohle gedrückt.

Bei der "Weißen Wanne" werden Außenwände und Bodenplatte als geschlossene Wanne aus wasserundurchlässigem Beton ausgeführt. Zusätzliche Dichtungsbahnen sind nicht erforderlich. Bei der Bauausführung muss auf eine sorgfältige Ausbildung der sogenannten Arbeitsfugen (Übergänge von Frischbeton zu bereits erhärteten Betonbauteilen) z.B. durch die Anordnung von Fugenbändern geachtet werden.

In jedem Fall muss vermieden werden, dass Öffnungen in der Außenwand (z.B. für Lei-tungsdurchführungen) zu einem Wassereintritt führen. Details besprechen Sie bitte mit Ihrem Architekten oder Baumeister.

Nutzen Sie bitte unbedingt vor Errichtung eines Gebäudes in Grundwassergebieten die Informationsseite des Landes Niederösterreich über sensible Standorte im Hinblick auf mögliche hohe Grundwasserstände.
(http://www.noel.gv.at/... – PDF 8.485 kB)

Lassen Sie sich von Ihrem Architekten oder Baumeister genau beraten!