Wirkung Verbesserung des Hochwasserschutzes

GWVorräte I Revitalisierung I Lebensräume I Wassergüte I Wasserentnahme I HWSchutz I Erholung I
Der Rußbach ist im Normalfall ein harmloses, langsam fließendes Gerinne mit Durchflüssen von lediglich rd. 150 l/s. Bei stärkeren Niederschlägen im Einzugsgebiet des lößbedeckten Weinviertler Hügellandes kann sich der Rußbach aber innerhalb weniger Stunden in einen reißenden Fluss verwandeln und dabei seinen Abfluss mit bis zu 20.000 l/s mehr als verhundertfachen. Als Problem und ständige Gefahr erwiesen sich die wenig stabilen, zumeist aus Erde errichteten und bereits mehrfach gebrochenen Dämme.
 
Vor Errichtung des Marchfeldkanalsystems Nach Errichtung des Marchfeldkanalsystems
Kanalartiges "Dammkorsett"
Ständige Entfernung der Baum- und Strauchvegetation
 
Gewässer aufgeweitet
Verbesserter Wasserrückhalt
Verstärkung der Begleitdämme
 
Im Rußbach-Unterlauf erfolgt bei Donauhochwasser - von der Rußbach-Mündung ausgehend - ein Wasserrückstau, der eine Länge von nahezu 10 km erreichen kann. Im Fall von Donauhochwässern kommt es zu einem enormen Sickerwasserandrang durch die Sohle und die Dämme des Rußbaches. Dabei steigt der Grundwasserspiegel rasch bis zu mehreren Metern(!) an (und kann auf diese Weise Ortsgebiete vernässen und Ackerflächen überfluten). Ähnlich ist die Situation an der Stempfelbachmündung in die March.
Vor Errichtung des Marchfeldkanalsystems
Vernässung von Siedlungsgebieten und landwirtschaftlichen Flächen
Rasch ansteigendes Grundwasser durch Sickerwasser
Nach Errichtung des Marchfeldkanalsystems
Sickerwasserabfuhr durch 5 Pumpenstationen (Jahrhunderthochwasser 2002: 5 Mio.m³)
Verhinderung großflächiger Überflutungen
Wirkung der künstlichen Sickerwasserabfuhr (Abschätzung)
Hochwasserverlauf in der Donau und im Rußbach-Unterlauf