Wirkung Neue Lebensräume an den Gewässern

GWVorräte I Revitalisierung I Lebensräume I Wassergüte I Wasserentnahme I HWSchutz I Erholung I
Mit den naturnahen Gestaltungsmaßnahmen am Marchfeldkanal-System konnten im Verschwinden begriffene naturnahe Lebensräume und Populationen zurückgeholt und in Teilbereichen erhalten werden. Im Laufe der ersten Jahre fanden sich zahlreiche zum Teil sehr seltene Tier- und Pflanzenarten ein. Viele Arten werden als typische Pioniere wohl bald wieder verschwinden, einige können jedoch für längere Dauer am Marchfeldkanal-System einen passenden Lebensraum finden.
 
  Wiese mit lockerem Gehölzbestand
  Dichter Gehölzbestand
  Seichtwasserzonen und feuchte Ufer
  Fließwasserbereiche
Schotter- und Sandfluren
sind extreme Trockenstandorte, großteils oder völlig vegetationsfrei, der Bodengrund ist grobschottrig bis sandig, Derartige Standorte sind aufgrund des äußerst geringen Angebot an Feuchtigkeit und Nährstoffen nur sehr schütter bewachsen, teilweise sogar frei von jeglicher Vegetation. Wenige Gehölze können Fuß fassen, deren Wurzeln durch den Schotterkörper in tiefere, feuchtere Regionen vordringen (Pappeln, Weiden, Sanddorn etc.). Dazwischen finden sich einzeln stehende krautige Arten aus dem Bereich der Trocken- und Halbtrockenrasen (Furchenschwingel, Kopfnelke, Wimper-Perlgras) und Ruderalstandorte (Landreitgras, Kanadische Goldrute, Beifuß). Die krautigen Pflanzen sind häufig krüppelwüchsig und erreichen nur geringe Höhen. Derartige Habitate gehören in ganz Mitteleuropa zu den seltensten Lebensräumen und sind besonders schützenswert. An den Gewässern des Marchfeldkanalsystems finden sie sich meist auf Inseln und wenig beschatteten Ufern.